Über mich:
Ich bin ein Künstler des Lebens, eingetaucht in das Leben, eingetaucht in es. Ich bin auch ein Kleinunternehmer, der ein kleines Reinigungsunternehmen leitet. Weit weg vom Konzept der Globalisierung…. Ich bin in Bonn geboren, aber im Vorgebirge, einer Region am Fuße der Berge, zwischen Bonn und Köln, im Rheinland aufgewachsen. Mein Vater war Fabrikarbeiter und meine Mutter Hausfrau. Keine Geschwister.

An meiner Arbeit: Meine Produktion ist nach meinem Bild, ich glaube nicht, dass ich zeichnen oder malen kann. Einige denken jedoch das Gegenteil….. Verstehe…nach dem Zufallsprinzip…Ich zeichne, wie ich fühle, wie ich atme, wie ich lebe….. Alle Emotionen….

John Christoph Dionysos Sommersberg, 2003

John Christoph Dionysos Sommersberg ist der jüngste der hier ausgestellten Künstler. Er ist auch derjenige, dessen Werke – ob figürlich oder abstrakt – am direktesten und offensichtlichsten in der expressionistischen Linie liegen. So hat das Thema von Lot und seiner Familie, die vor Sodom in Flammen fliehen, Otto Dix bereits zu einem unvergesslichen Bild inspiriert. Natürlich ist das Sodom von Sommersberg mehr New York als einer biblischen Stadt zu verdanken. Aber es ist ein Merkmal des Expressionismus – und insbesondere der „Neuen Sachlichkeit“ -, alte Themen in ein zeitgenössisches Universum zu übertragen. Übrigens nichts Neues unter der Sonne, denn Künstler der Gotik, Renaissance und des Barock taten dies bereits routinemäßig. Es wird notwendig sein, auf die Ausbreitung des wissenschaftlichen Positivismus – und seiner künstlerischen Übersetzung in einem mehr oder weniger romantisierten Realismus – zu warten, bis solche Anachronismen in die Liste der populären Künste aufgenommen werden. Bis Manet von seiner Olympia und seinem Déjeuner sur l’herbe ging, die zu ihrer Zeit wegen dieser Übertretung mehr schockiert waren als wegen der zu rauen Erotik ihres Themas, aber kehren wir zu Sommersberg zurück. Die Werke dieses jungen Künstlers, voller Zweifel, Unsicherheiten, Skrupel, bis hin zur Weigerung, fast in letzter Minute seine jüngsten Werke für diese Ausstellung zu präsentieren, haben einen ergreifenden Charakter, der von dem zeugt, was ich normalerweise eine „menschliche Dicke“ nenne.Ich sehe darin eine sehr nietzscheanische Kombination aus Tragödie und Hohn, Selbstbeobachtung und Ironie, einen permanenten Flirt mit Grenzsituationen, die dem Wahnsinn nahe stehen, aber immer stark von einem tiefen Sinn für den Menschen, für jene innere Schwerkraft, einem unfehlbaren Zeichen, das es ermöglicht, die wahren Künstler von den Batsellern und Affen zu unterscheiden.Wenn es notwendig wäre, eine Parallele zu einem Klassiker zu ziehen, dann ist es der Charakter von Rimbaud, der der Illuminationen, der mir am relevantesten erscheint, um Sommersbergs Ansatz zu charakterisieren…. Die Ironiezeichnung lässt mich auch unwiderstehlich an den Dichter Friedrich Hölderlin denken, der sich über die Schrift seines Hyperions lehnt, von dem langsamen Wahnsinn verzehrt wird, den er mit großen deutschen Designern teilt: Schumann, Nietzsche und vielen anderen….. Ist das Fenster in dieser zerbrochenen Wand nicht dasjenige im hohen Turm von Tübingen, das den Blick auf die andere Seite des Neckars ermöglicht? All dies zur Musik von Bruno Maderna, dem wahrscheinlich einzigen Komponisten, der diese seltene Atmosphäre einfangen und übersetzen konnte.

Louis Doucet, Paris im März 2003
Galerist und Kunstsammler

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